Willkommen Wilde Walli

Unsere Getränkefamilie hat Zuwachs bekommen: die Wilde Walli! Schön beerig-frisch, äußerst wild und mal wieder mit unserem französischen Kumpel Lillet Blanc.

Woher der Name »Lillet« kommt? Wie so oft – vom Gründer! 680 ließ sich Jean Lillet, der aus Saint-Morillon im Departement Gironde stammte, im Dörfchen Podensac im Weingebiet Les Graves bei Sauternes nieder und 1872 gründeten seine Nachkommen Raymond und Paul Lillet das Unternehmen »Maison Lillet«. Aus einer Zusammenstellung von Bordeaux-Weinen und Fruchtlikören, die handwerklich in der Kellerei von Podensac hergestellt wurden, entwickelten sie »Lillet«, den ersten und einzigen Aperitif aus Bordeaux. Lillet kam sehr schnell auf der ganzen Welt in Mode. Der französische Künstler Robert Wolff, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Robys, kreierte 1937 die erste große Lillet-Werbeplakatkampagne für den amerikanischen Markt, deren Plakate in den USA und Frankreich heute noch bekannte und beliebte Sammelobjekte sind. Ab 1945 florierte mit der Einführung von Lillet Dry, aus dem später der berühmte Cocktail »Vesper« entstanden ist, auch der britische Markt. Auf Initiative von Pierre Lillet wurde 1962 das Produktangebot mit Lillet Rouge, dem etwas kräftigeren Bruder, erweitert. Erst 2011 kam der Lillet Rosé dazu, der bei »The Ultimate Beverage Challenge« sofort die Chairman‘s Trophy erhielt.

Die Zubereitung ist seit dem 19. Jahrhundert grundlegend gleich geblieben, die Früchte – Süßorangen aus Südspanien und Tunesien, Bitterorangen aus Haiti, Chinarinde aus Peru... – werden getrennt kalt in Alkohol mazeriert. Wenn nach ein paar Wochen die wichtigsten Bestandteile extrahiert sind, lässt man die Behälter auslaufen und die Früchte werden gepresst. Die aromatische Qualität von Lillet rührt im Wesentlichen von der handwerklichen Verarbeitung her. Wenn die Fruchtliköre fertig sind, werden sie nach einem alten Geheimrezept mit Wein kombiniert, man nennt das »Vinierung«. Der Inhalt der Tanks wird anschließend bis zur vollständigen Homogenisierung verrührt. Beim Ausbau des Lillet wird mit der gleichen Sorgfalt wie bei berühmten Bordeauxweinen vorgegangen (Schönung, Abzug, Filterung). Lillet verbleibt mehrere Monate in Eichenfässern, dadurch bekommt er die aromatische Harmonie und Geschmacksreife, die typisch für ihn sind. Die Cuvées werden entsprechend ihrer aromatischen Qualität und Reife zusammengestellt, so entwickelt Lillet seine typische Eleganz und Harmonie. Es entstehen Noten nach frischen und kandierten Früchten und ein voller, ausgewogener und lebendiger Geschmack. Und? Neugierig geworden?